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Baby, Kinderwunsch Schwangerschaft


  #1 (permalink)  
Alt 08.07.2008, 18:21
Spitzen Naschkatze
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Frage Gruselig

Hallo ihr Lieben,

ich bin jetzt in der 9. Woche schwanger. Bei meinem letzten Besuch bei meiner Gyn wurde ich etwas von den Informationen zur PräDi überrascht und überfahren. Sie hat mir alles erzählt was man wann wie wo machen kann etc.

Da sitzt Frau dann. Eigentlich in Feierlaune weil zum ersten Mal der Herzschlag sichtbar war und weil die Gyn sagt alles sehe bestens aus... und dann so etwas. Ich solle mir das bis zum nächsten Termin dann überlegen. Peng.

Nun, ich habe überlegt, mich schlau gemacht und mit meinem Freund diskutiert.

Wir sind uns einige, dass wir all diese Untersuchungen nicht machen möchten. Aus mehreren Gründen:

Erstens ist es aus meiner Sicht eine rein ethische Frage, keine medizinische. Alles lässt sich darauf reduzieren wie Frau/Mann zu einem behinderten/kranken Kind steht. Ist ein solches Leben lebenswert? Wer darf das entscheiden? Ist das eine Auslese von "unwertem" Leben? Und was sind die Folgen solcher Untersuchungen und Entscheidungen für die Gesellschaft?

Wird eine Behinderung dadurch nicht zu etwas selbst-verschuldetem? Steht dann nicht die Frage im Raum, warum die Eltern nicht abgetrieben haben? Macht es behinderte nicht noch stärker zu Aussenseitern als sie es schon sind? Und vor allem, können Behinderte nicht auch ein glückliches und erfülltes Leben führen?

Aus medizinischer Sicht gibt es sowieso keine Gewissheit. Was man bekommt sind Wahrscheinlichkeiten für einen Defekt. Mit der Kombination aller Tests bekommt man in der 21. oder 23. SSW dann eine recht genaue Wahrscheinlichkeit, aber keine Sicherheit. Wenn Mensch sich dann dazu entscheidet das Kind nicht zu bekommen muss eine Geburt eingeleitet werden...

Was ich auch krass finde: 1% der Frauen die eine Fruchtwasseruntersuchung vornehmen lassen erleiden eine Fehlgeburt. 1%! Ein Medikament, dass eine 1%-Todesrate hätte würde niemals auf den Markt kommen. Und es ist weniger riskant in der SS Alkohol zu trinken als eine solche Untersuchung machen zu lassen.

Jedenfalls bin ich sehr erschocken darüber wie viele Frauen diese Untersuchungen alle machen lassen. Vor allem offenbar teilweise ohne sich vorher zu überlegen, welche Konsequenzen aus den Ergebnissen ziehen würden. Denn solche Untersuchungen sind ja relativ sinnfrei wenn sie keine Konsequenzen haben. Sprich, es macht nur Sinn wenn Frau/Mann dann auch bereit ist das Kind abzutreiben.

Nun, ich wollte das mal so in den Raum werfen weil ich gerne wüsste, ob ihr euch auch mit diesen Gedanken beschäftigt habt.
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  #2 (permalink)  
Alt 08.07.2008, 18:26
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UNTERSCHREIB !!!!!!! BOA !!! ICH KNUTSCH DICH MAL !!!!!!!!!

da denken wir genau gleich !!!
ich halte das alles auch für reine Geldmache und das auf Kosten der Frauen die sich durch den ganzen Zinober nur bekloppt machen lassen und einen Haufen Geld für nix raus werfen !!!!
Besteht kein Grund zur Sorge (Vorbelastung in der Fammilie) oder Sonstiges, gibt es meiner Meinung nach keinen einzigen Grund solche Untersuchungen machen zu lassen !!!!

du hast super viele wichtige Infos gefunden und super geschrieben !!! man sollte dein Post auf ein Plakat drucken und überall aushängen !!!!

ich bin grad echt begeistert!!!
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  #3 (permalink)  
Alt 08.07.2008, 20:03
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Hallo!! Kann deinen Betrag auch nur unterschreiben. Wir haben uns auch darüber den Kopf zerbrochen muß aber ehrlich gestehen das wir erst der Meinung waren die Nackenfaltenmessung machen zu lassen und dann je nach dem den Rest. Hörte sich zunächst auch richtig gut an was der Arzt da erzählte. Das erste mal stutzig wurde ich als ich ihm die frage stellte was ist wenn so um die 20. Woche rauskommt das es doch nicht so ganz i.O. ist wie bisher angenommen.Er sagte das in Deutschland da gar nix mehr unternommen würde dachte dann kann ich es auch lassen. Bin dann nach Hause und wir haben geredet das Thema wurde immer wieder neu aufgegriffen habe mich dann mal so richtig im www informiert und wir konnten Abends über Fakten sprechen. So kamen langsam doch Zweifel am Sinn dieser Untersuchungen auf. Nach einer Nacht die jeder nochmal genutzt hat sein Gedanken und Fakten zu sortieren sind wir zu dem einstimmigen Ergebnis gekommen das es für uns nicht mehr in Frage kommt. Bin noch davon überzeugt das es so richtig war.http://eltern.naschkatzen.com/images...HYdaumen01.gif Gruß sus
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  #4 (permalink)  
Alt 08.07.2008, 20:17
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Zitat:
Zitat von Danni Beitrag anzeigen
UNTERSCHREIB !!!!!!! BOA !!! ICH KNUTSCH DICH MAL !!!!!!!!!
Genau meine Worte!
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  #5 (permalink)  
Alt 08.07.2008, 22:52
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Ist genau das was ich schon immer predige im Freundeskreis usw.
Aber es ist wirklich der Wahnsinn wie viele einen Haufen dieser Untersuchungen machen lassen, HAMMER!!!!!
Ich bin jetzt fast ein wenig traurig deinen Text erst jetzt zu lesen, weil ich den dann wortwörtlich meinen lieben Ladys runtergesabbelt hätte, der war super geschrieben und trifft den Nagel genau auf den Kopf.

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  #6 (permalink)  
Alt 09.07.2008, 00:32
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Ich muss auch sagen ich bin da ganz deiner Meinung und habe mir als ich soweit war wie du genau die gleichen Gedanken gemacht.

Ich finde gerade so schlimm das man wahrscheinlichkeiten bekommt und man eigentlich DANN erst vor einer super schweren Entscheidung steht. Nämlich kann und will ich ein behindertes Kind evtl (wie gesagt wahrscheinlichkeiten, und dann auch nur auf eine Behinderung) austragen und großziehen, habe ich die Kraft und den Mut dazu, denn einfach ist so etwas auf keinen Fall.

Und auch wie Danni schon sagte, ich finde es immer noch etwas anderes wenn man familiär vorbelastet ist, eine Risikoschwangerschaft hat oder was auch immer, weil wie gesagt diese Entscheidung ist ja schon sehr weitreichend. Aber jmd der total unbelastet und Risikofrei (ich nenn das einfach mal so) ist vor solch eine Entscheidung zu stellen und ein Abbruch eigentlich erst möglich ist wenn das Kind schon fast überlebensfähig ist, ist eigentlich kaum zu Verantworten.

Obwohl ich auch sagen muss dass ich im Nachhinein bereue kein 3D Screening gemacht zu haben, allerdings ohne Blutuntersuchung, sowas wollte ich auf keinen Fall. Denn die Bilder finde ich absolut schön und ich denke es ist wahnsinn sich sowas mal anzuschauen. (wir haben hier im Krankenhaus einen Spezialisten auf dem Gebiet der total toll sein soll) Aber so bleibt wenigsten noch die Überraschung auf den kleinen Wurm ein wenig größer.

Ich denke die ganze Sache ist eine schwere Entscheidung die man zusammen mit seinem Partner treffen sollte und die man sich sehr gut überlegen sollte. Vorallem geht es immer wieder nur um diesen einen Gendefekt fürs Downsyndrom und alles andere ob das Kind irgendeine andere Behinderung hat wird gar nicht ausgeschlossen oder errechnet. Ich glaub ich hätte mich die ganze Schwangerschaft über kirre gemacht.

Aber ich würde nie jmd. verurteilen der diese Untersuchungen machen lässt, denn das sollte jedem selbst überlassen sein, und auch die Entscheidung die Schwangerschaft dann nach der 12.Woche abzubrechen sollte jedem selbst überlassen sein. Ich bin zwar gegen Abtreibung (Ausnahmen bestätigen die Regel) aber ich denke auch das jeder damit selber zurecht kommen muss und die seelische Belastung ist denke ich so oder so sehr hoch und schon "Strafe" genug. (nicht im eigentlichen Sinne, ich hoffe ihr wisst was ich meine). Wer dieses Sicherheiten braucht soll es machen, dafür gibt es diese Technik und unter anderen Umständen hätte auch ich wohl anders entschieden, aber so hoffe ich das unser Kind gesund ist und ich somit die richtige Entscheidung getroffen habe.

Lg

Sham
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  #7 (permalink)  
Alt 09.07.2008, 08:58
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Das stimmt, das muß jedes Paar für sich ganz alleine entscheiden. Bekannte meiner Schwägerin haben in der Schwangerschaft erfahren, daß das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Wasserkopf zur Welt kommen wird. Dann hat man ihr wohl ziemlich deutlich nur die Nachteile aufgezählt. Ich war total entsetzt. Sie sollte nach Hause gehen und es sich zwei Tage überlegen oder den Abbruch durchführen lassen.
Die beiden haben sich dagegen entschieden, obwohl von den Ärzten gesagt wurde, das es zu 90% sehr starke Schäden sein könnten.......
Im Februar haben sie das Baby dann per Kaiserschnitt geholt, aber es war weiß Gott gar nicht so schlimm. Der Kopf ist etwas größer als normal, die Entwicklung ging etwas langsamer bis jetzt, aber es scheint soweit alles gut.
Es ist weder blind, noch taub usw.......Sie sind so froh, dass sie sich so entschieden haben. Haben da auch eigentlich nie lange drüber nachgedacht.

Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass man auch da niemandem reinreden darf und vor allem nicht verurteilen darf wenn man sich für einen Abbruch entscheidet. Gibt es sicherlich dann gute Gründe für.
Generell bin ich aber gegen Abtreibung. Ist ein ganz heikles Thema über das viel diskutiert werden kann und muß.
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  #8 (permalink)  
Alt 09.07.2008, 09:40
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Sehr schönes positives Beispiel, und genau das meine ich, man muss halt für sich entscheiden ob man das Risiko eingeht und mit den möglichen Konsequenzen leben kann oder auch nicht.

Bei einer Kollegin von mir ist es genau in die andere Richtung gegangen, die haben gedacht alles ist in Ordnung und dann hat sie selber irgendwann festgestellt das was nicht stimmt und nach mehrern Untersuchungen (keiner wollte ihr so recht glauben) ist dann rausgekommen das der kleine schwerst behindert ist und wohl immer ein Pflegefall bleiben wird. So kanns auch kommen, aber das hätte wohl auch niemand vorher feststellen können.

Es gibt halt immer 2Seiten der Medaille.

Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, Hut ab, ich habe vor allen Menschen respekt die sich auch im Zweifel für das Kind entscheiden, denn ich wüsste von mir selber nicht ob ich die Kraft und Energie hätte mich um ein behindertes Kind zu kümmern. Vllt. auch einer der Gründe warum ich die Untersuchung damals nicht haben wollte, ich hätte mich glaub ich auch nicht gegen das Kind entscheiden können. Zwickmühle.

Ja Abtreibung ist ein sehr heikles Thema, im Prinzip gibt es da nur Fallentscheidungen, man kann gar nicht pauschalisieren.

Lg

Sham
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  #9 (permalink)  
Alt 09.07.2008, 09:50
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meine Meinung ist ja, dass es sowas von dämlich von den KK war, die Ultraschall Untersuchungen auf 3x zu reduzieren aus Kostengründen ...
Denn seit dem rennen die SS aus Unsicherheit den Ärtzen und Hebis die Bude ein!!!
Per Ultraschall kann man so vieles erkennen.....
Bei meiner Tante z.B. wurde frühzeitig durch Ultraschall festgestellt, dass das Kind nicht lebensfähig war. Es wurde leider abgetrieben. (meine Tante und mein Onkel sind sich von den Genen her zu ähnlich und können keine Kinder bekommen) . Dieses Spiel musste meine Tante 2x mitmachen. Beide Kinder waren so behindert, dass sie nicht lebensfähig waren.
Heute würde bis zur 20 Woche untersucht und gemacht und haste nicht gesehen dass die Mutter total verrückt und am Ende ist bis evt eine Diagnose (die gar keine sein kann, weil ja nichts 100%tiges ausgesagt werden kann) gestellt würde.
Die KK haben damals gesagt, wenn die FÄ nicht mehr so oft Ultraschall machen, würden die Mütter weniger Angst haben..
Der Schuß ist voll nach hinten los gegangen !!! genau das Gegenteil ist passiert, weil die Ärzte durch diese *Untersuchungen* auch an ihr Geld kommen wollen....

Dabei ist Ultraschall Risikokfrei, tut keinem weh... im Gegenteil, als ich ss war, hatte ich mich immer auf das Ultraschall gefreut weil ich mein Baby sehen konnte .....
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  #10 (permalink)  
Alt 09.07.2008, 09:59
Naschkatzen Goldi
 
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hoffe ihr steinigt mich nicht....
hätt ich die meisten untersuchungen nicht verpennt, hätt ich die machen lassen. und ja, wenn man mir gesagt hätte das mein baby schwer behindert sein würde hätte ich je nach behinderung warscheinlich auch abgetrieben. ich wollte eigentlich noch kein baby und fühl mich mit meinen 20 viel zu jung dafür, heute noch. effektiv hab ich die FD in der 24.SSW machen lassen, da war alles in ordnung, ob ich so spät noch hätte eingreifen lassen, grade weil da die geburt eingeleitet wird, weiß ich nicht, bin froh das ich darüber nicht eintscheiden musste.

ich weiß nicht mal, ob ich es schaffe einem gesunden baby ein gutes zuhause, die liebe die es braucht und geborgenheit bieten kann, geschweige denn eine gute mama sein und meine kleine ordentlich erziehen. ein behindertes kind würd ich mir nciht zutrauen, warscheinlich unter andrem aus purem egoismus, hab keine ausbildung, keine lebenserfahrung und auch sonst keine sicherheiten. wie soll ich einem baby sicherheit etc bieten, wenn ich selbst keine habe und mit einem behinderten kind stelle ich mir das weit schwerer vor. habe jetzt schon angst davor, und mein baby ist höchstwarscheinlich nciht behindert.

hoffe ich konnte mich einigermaßen ausdrücken.
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14.09.08 - 58cm - 4200g - KU 37cm
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