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03.12.2005, 21:48
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Fehlgeburt..
Leider ein Tabuthema!
Allerdings wundert man sich, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, wie vielen Frauen (Paaren - wir wollen die Männer ja nicht so Außen vor lassen) es passiert.
Vielleicht mögt ihr ja drüber schreiben..
Ich starte einfach mal..
Am 3. Juli 2003 habe ich erfahren das ich schwanger bin.
Es war ein Schock, denn ich war mit meinem damaligen Freund ( nun ist er mein Mann) gerade etwas mehr als ein Jahr zusammen. Acht Wochen zuvor waren wir zusammen gezogen, das hieß für mich 180km ab in eine andere, mir fremde Stadt. Mitte August sollte ich meinen neuen Job antreten.
Eine Welt bracht für mich zusammen. Tja, ich konnte genau errechnen wann es war. Einmal ohne Verhütung. In der Nacht nachdem ich erfahren hatte das ich meinen Job habe und nach einer Hochzeit.
Ich betete das mir die Entscheidung abgenommen wird. Ich hatte Alpträume. Ich konnte mich weder für das Kind entscheiden noch hätte ich mit meinem Gewissen eine Abtreinung vereinbaren können.
Nach vielen Gesprächen und einen Tag später stand für mich fest , ich bekomme das Kind. Mit Mann oder ohne. Klipp und klar sagte ich es ihm. Entweder er steht dazu oder ich hole sofort meine Klamotten aus der gemeinsamen Wohnung und ich bin weg.
Er hätte jede Entscheidung akzeptiert. Auch er war sich nicht 100pro sicher.
Er legte seine Hand auf meinen Bauch. Ach war das schön.
Ich mußte auf die Toilette und da bekam ich Blutungen.
Am nächsten Tag habe ich es verloren.
Es stellte sich herraus das ich eine Resusfaktorunverträglichkeit habe. Leider wurde das von meinem damaligen Gyn nicht erkannt.
Danach brach eine Welt für mich zusammen, auch mein Mann war sehr geschockt.
Hatte er sich doch dann auch schon drauf gefreut.
Ein halbes Jahr ging ich durch die Hölle. Ganze 5 Wochen war ich arbeitsunfähig. Das Problem war noch, nach der Fehlgeburt und der Ausschabung gingen meine Schwangerschaftshormone weiter nach oben. Erst nach 14 Tagen ging die Tendenz nach unten, so das mein neuer Gyn mich täglich untersucht hat und schon angst hatte das es vielleicht Zwillinge gewesenn wäre wo einer evtl noch in den Eileiter oder wo auch immer sitzen würde.
Alpträume noch und nöcher überkamen mich jede Nacht.
Und noch heute habe ich es nicht überwunden..
Alles Liebe eure Chexx
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04.12.2005, 01:10
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Hallo Chexx,
das hört sich ja echt traurig an, hast mein volles Mitgefühl.
Leider habe ich nicht allzuviel Ahnung vom Kinder bekommen, was natürlich daran liegt dass ich ein Mann bin.
Sag mal, das mit der Resusfaktor Unverträglichkeit, wie verhält sich das?
Ich dachte es kommt auf beide Personen an, dass es passt.
Und wann wäre der richtige Zeitpunkt in richtige Bahnen zu lenken?
Trotz meines Alters bin ich doch wohl ein bisschen "dumm" in der Sache.
Für uns wird es nämlich langsam Zeit.
Was hast du jetzt eigentlich vor? Wie geht es in Sachen Kinder bei dir weiter?
Liebe Grüße
Thorsten
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04.12.2005, 22:02
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Juhu Thorsten...
Ach tat das gut, es von dir zu lesen...
Das ist etwas komplizierter als man(n)  denkt...
Es gibt nur eine Kombination von Blutgruppe mit Resusfaktor die sich mit meiner Kombi verträgt. Ist also nicht ganz so leicht und mein Glücksgriff mit Mann ist halt keine Glückskombination für mich.
Ich stoße das "Kind" ab sobald sich der Kreislauf über die Nabelschnur schließt ab, wie ein Fremdkörper.
Wenn ich das Gefühl habe, schwanger zu sein, muss ich unverzüglich zum Doc von dem ich Medikamte bekomme. Die Schwangerschaft zählt dann auch als Risikoschwangerschaft.
Ich hätte gerne nun ein Kind, doch mein Mann will noch nicht, da er noch ein Polster an die Seite schaffen will, was ich natürlich auch nachvollziehen kann. Nur überwiegt bei mir im Moment der Kinderwunsch und ich kann an nichts anderes mehr denken..
Habt ihr denn einen Kinderwunsch???
Gibt es denn eigentlich den richtigen Zeitpunkt????
Ich sage nein.... Vorallem ist es für eine Frau nie der Richtige..
Ich schicke dir liebe Grüße
Chexx
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04.12.2005, 22:19
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Ahhh,
danke für die Aufklärung.
Dann solllte man es also voher schon überprüfen lassen, bevor "Mann" mit dem Kinder machen anfängt.
 bin ich doof!
Ich dachte mit dem Resusfaktor macht man erst während der Schwangerschaft.
Also für uns wird es langsam Zeit, ich bin 35 und meine Frau 30 Jahre alt.
Zitat:
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da er noch ein Polster an die Seite schaffen will
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ja so denken wir ja auch aber einmal muss man doch wohl ins kalte Wasser springen.
Liebe Grüße
Thorsten
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05.12.2005, 06:39
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Guten Morgen..
Also meine Eltern haben schon kurz nach meiner Geburt erfahren, das es bei mir mal Probleme mit dem Kinderkriegen geben wird. Allerdings hatte meine Ma immer im Kopf, dass ihr der Arzt gesagt hätte, das mein Kind sofort nach der Geburt Bluttransfusionen bekommen müßte, wenn mein Partner eine - für mich- falsche Blutgruppe hat.
Hätte mein Doc mich richtig untersucht, hätte man die FG wohl verhindern können, so konnten die Ärzte im KH nichts mehr machen.
Bestimmt kann man das im Vorfeld testen, aber wenn man weiß das man keine seltene Blutgruppe hat, dann brauch man sich eigentlich keine Gedanken machen bzw wenn deine Frau vom Doc eine Schwangerschaft bestätigt kommt, sollte ein Guter sofort eine Blutuntersuchung machen. Auch wegen Mangelerscheinungen oder sonstigen Vorsorgemaßnahmen.
Heute bin ich schlauer.. ( Zumindestens hoffe ich das.)
Ich muss dir aber echt mal was sagen, normalerweise reden nur Frauen über so ein Thema untereinander und es tat irgendwie gut, das sich mal ein Mann darauf gemeldet hat... Frag mich jetzt bitte nicht warum, ist halt so.
Sicher hat er recht mir dem Polster, aber du hast mit dem ins kalte Wasser springen für mich im Moment rechter.. ( Das Wort gibt es doch gar nicht.. Was schreib ich denn da? Ist wohl einfach noch zu früh!! Halb sechs.. )
Habe ja auch immer im Kopf das unser Knäul schon 20 Monate alt wäre..
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05.12.2005, 14:53
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Hallo chexx,
kann voll und ganz nachvollziehen, wie du dich gefühlt hast.
Ich hatte auch mit 18 eine Fehlgeburt. War damals in der 12. Woche.
Wir waren auch noch nicht verheiratet, und hatten auch nicht vor es zu tun, nur weil ein Kind unterwegs war.
Den Tag bevor es passiert ist, sind wir im Wald spazieren gegangen. Ich bin dann im Wald über eine Wurzel gestolpert, und hingefallen. Am nächsten Tag bekam ich dann Blutungen und habe das Kind verloren.
Als ob das nicht schon schlimm genug war, bekam ich dann von meiner damaligen Lehrmeisterin auch noch gesagt, ich sei zu blöd zum Kinder kriegen. Daraufhin habe ich die Lehre geschmissen.
Im Jahr darauf im September bekam ich dann meine Tochter.
Aber wenn ich heute manchmal so darüber nachdenke, tut es immer noch weh.
Gruß Cat-Manu
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05.12.2005, 15:57
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Hallo,
wir haben auch unser Baby verloren.
Es tut so weh, darüber zu schreiben...
Am 11.10 wurde die Ausscharbung vorgenommen und es war das schlimmste was ich mir je vorstellen kann... alleine jetzt beim Gedanken, wird mir wieder schlecht und ich fange an zu zittern und zu weinen.
Ich war in der 11. Woche als der Gyn es mir sagte. Mein Freund und ich sprechen viel darüber aber meistens bin ich dann wieder die Jenige die zusammen bricht und mein Freund versucht immer stark für uns beide zu sein. Dabei geht es ihm auch so schlecht, aber ich bin zur Zeit nicht gut im Trösten.
Bei mir wurden alle Untersuchungen vorher gemacht. ALLES IN ORDNUNG. Keiner konnte sich das erklären. Im Krankenhaus wurde eine Gewebeprobe entnommen und eingeschickt. Es gab "keinen Grund"!
In 60ig% aller Schwangerschaften passiert so etwas 
Mein Gyn hat sich viel Zeit für mich genommen und auch mit meinem Freund darüber gesprochen, dass wir nichts hätten tun oder lassen können um das zu verhindern! <- das wirft mich am meisten aus der Bahn, dass ich nichts und niemandem die Schuld geben kann. Das ich meine Wut nicht an jemanden/etwas auslassen kann.
Ich weiß nicht, ob das nach zu empfinden ist... Aber ist auch egal, dass sind unter anderm die Gedanken die ich habe. Und warum ich fast nur noch Schwangere und frisch gebackene Mamis sehe?! (<-ich kenne den Grund, Zwecks drauf achten, aber einfach so...)
Unsere Bekannte ist Schwanger und möchte ihrem Baby einen Namen geben, den wir uns schon ausgesucht hatten. Da konnte ich nicht mehr...
Wir möchten gerne ein Baby und es ist alles einfach so komisch...
Ich habe meine Gefühle zum Teil garnicht unter kontrolle und das belastet mich (und meinen Freund sicherlich auch) sehr.
Er ist so lieb und so süß... ich weiß nicht wie ich mich bei ihm bedanken kann, dass er für mich da ist und vor allem mit mir über unser Baby spricht.
Ich weiß nicht, ob man so etwas hier schreiben darf: Ich versuche es zu umschreiben. Man bekommt ja eine Schonfrist vom Gyn vorgeschrieben und die 1. ist jetz um. Aber ich habe mich beim 1.mal so komisch gefühlt, dass ich erstmal losgeheult hatte. Ich fand es so schlimme, also nicht die Sache, sondern die Tatsache, dass es jetzt schon so lange her ist, dass wir wieder (geschützt) dürfen. Mir ist, als wäre es erst gestern gewesen, wo wir über die Zimmereinteilung gesprochen hatten (mußten Renovieren und wollten direkt Platz für die zukünftigen Sachen lassen)... es geht nicht. Manschmal erwische ich mich, wie ich mir noch über den Bauch streiche...
Ist das so? Ich weiß es nicht...
Als meine Oma (mütterlicherseite) davon hörte fing sie so das weinen an. Nach meiner Mutter hatte sie 2x ein Baby verloren und nach meinem Onkel bekam sie ein Baby (Susanne) das nach 1Std. verstarb. Damal war man wohl auch noch nicht so weit, dass man ihr hätte helfen können. So weiß keiner ob sie eine Chance hatte. Danach bekam sie meinen jüngsten Onkel. Und durch mich kam bei ihr alles wieder hoch. Das hat mich auch noch sehr getroffen.
...
Ich muss mich wohl entschuldigen, dass es jetzt doch so ein langer Text geworden ist, obwohl ich mich eigentlich kurz fassen wollte. Denn meine Gedanken lassen sich schwer sortieren, was auch nicht gerade auf der Arbeit spaß macht.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag
Jennifer
PS: so doof es allen anderen gegenüber klingen mag, aber es tröstet etwas, dass ich damit nicht alleine leben muss... 
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05.12.2005, 18:14
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Hallo Jenny
du brauchst dich doch nicht dafür zu entschuldigen, das dein Text etwas länger geworden ist, wie du wolltest. Ist doch völlig ok.
Ich kann mit anderen Leuten auch nicht gut darüber reden, auch wenn es schon 15 Jahre her ist.
Mein FA meinte auch damals, sechs Wochen nach der Ausschabung sollten wir es dann nochmal versuchen. Aber das war mir auch zu früh. Ich konnte es einfach noch nicht. Habe auch nur geheult.
Das Problem bei uns war dann auch noch, das wir, als unsere Tochter zwei Jahre alt war, ein zweites Kind wollten, und es hat dann nicht geklappt. Ich habe dann auch überall Schwangere gesehen. Bin kaum noch auf die Strasse gegangen. Und dann wurde auch noch meine Beste Freundin schwanger. Bin dann auch nicht mehr zu ihr. Und irgendwann habe ich gedacht: Es soll wohl nicht sein. Und dann hat es doch geklappt.
Aber ehrlich, die Angst blieb immer.
Gruß Cat-Manu
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05.12.2005, 18:50
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Ich kann das alles gut nachvollziehen, Alles was ihr Beide geschrieben habt.
Ich selber habe mir auch die Vorwürfe gemacht, das ich zu blöd sei Kinder zu kriegen, obwohl ich weiß, warum es war.
Es tut aber gut zu reden darüber auch wenn es ein Tabuthema ist.
Die Ärzte im Krankenhaus haben gesagt, das von 100% Frauen die um 20Uhr (ist nur ein Bsp.) schwanger werden, es 50% bis zur 16.Wochen verlieren ohne zu wissen das sie schwanger sind/waren. Von den restlichen 50% erleiden nochmal 50% eine Fehlgeburt, die wissen allerdings von ihrer Schwangerschaft. Fazit, nur 25% der Schwangerschaften halten.
Ist schon erschreckend.
Im Moment ist es bei mir auch wieder ganz schlimm, da eine sehr, sehr gute Freundin von mir gerade ein Baby bekommen hat und ich sie die Schwangerschaft über begleitet habe, war auch kein Problem für mich. Doch nun wo der kleine Mann da ist, kann ich nicht mehr. Es ist einfach unsagbar schwer.
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06.12.2005, 10:44
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oh ja das kenne ich...
Meine Bester Freundinhat Ende August einen Jungen bekommen.
Als sie uns besucht hatten (wußten auch nicht wie sie sich mir gegenüber verhalten sollten) war es am Anfang kein Problem. Mein Freund wollte den Kleinen per se nicht auf den Arm nehmen... Ich habe ihm dann gesagt, dass es für mich soweit in Ordnung ist, wenn er das möchte. Da nahm er ihn dann. Es sah so süß aus.
Als er ihn nicht mehr halten wollte, weil er anfing zu quengeln hat er ihn mir einfach in die Arme gedrückt  Was nun?! Ich nahm ihn und beruhigte ihn, als wäre es das natürlichste auf der Welt. Alle waren still, da ja keiner wußte wie ich reagieren würde (ich wußte es auch nicht; es war mehr instinkt als denken.)
Der Kleine guckte mich so lieb an und war sofort ruhig. Ich hatte ihn dann den ganzen Abend, denn sowie ihn einer nahm, fing er an zu weinen... Dann fand ich es nicht mehr schlimm... nur schwer... was so ein Wurm mit der Zeit wiegen kann... puh!
ABER der Knall kam! Als wir uns verarbschiedeten, wollte ich den Kleinen am liebsten nicht wieder hergeben
Tja, als meine Freundin ging, heulte ich erst mal... Als sie dann anrief um sich zu entschuldigen (<-was meine Meinung nicht nötig war, es war doch schön alle 3 zu sehen) sagte ich ihr, dass alles in Ordnung ist und dass ich lernen muss, damit umzugehen.
Aber wann lernt man?
Ich wünsche Euch einen schönen Tag und starke Nerven.
LG Jennifer
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