Hallo,
hier mal mein Bericht.
Meine erste Geburt war ebenfalls ein KS, allerdings kein WKS sondern ein Not KS. Ich kam morgens um 6 mit nem Blasensprung in die Klinik, hatte ab ca. 14 Uhr Wehen und bekam dann gegen 0 Uhr den KS nach 2 Std. Geburtsstillstand. Ich war recht schnell wieder fit und hab den KS auch immer als Erlösung angesehen.
Als ich diesmal schwanger wurde habe ich mich recht schnell für einen WKS mit Sterilisation entschieden. Da ich noch den Stress der letzten Geburt in Erinnerung hatte wollte ich es mir diesmal einfacher machen.

Bei der Vorstellung in der Klinik wurde mir gleich gesagt, dass der Kleine vermutlich genauso groß und schwer wie sein Bruder werden würde und sie mir eh zum KS geraten hätten. Die Sterilisation wird dann auch kostenfrei mitgemacht.
Termin wurde festgelegt auf den 01.09.08. Ich musste bereits am 31.08. in die Klinik. Erst ans CTG, dann Blutentnahme und anschließend noch nen Ultraschall. War alles ok. Da drei KS angesagt waren und wir die letzten sein sollten war der Termin erst gegen 10 Uhr. Durfte ab 20 Uhr nix mehr essen und ab 22 Uhr nix mehr trinken. Morgens hatte ich schon Kopfschmerzen vom fehlenden Trinken und dann wurde unser Termin noch nach hinten verschoben, da noch eine OP dazwischen kam. Um kurz vor 11 gings dann runter in den OP.
Das setzen der Spinalanästhesie war für mich das Schlimmste (man setze niemals ner Krankenschwester ne Nadel in den Rücken

). Lucas kam dann um 11.50 zur Welt. ich konnte ihn kurz sehen und dann ist mein Mann mit ihm rauf in den Kreisssaal gegangen. Dann kam für mich das Schlimmste. Die Sterilisation (die nur wenig Zeit in Anspruch nimmt) und das Zunähen haben zwei Stunden gedauert. Da ich mit dem Kopf nach unten lag wurden meine Kopfschmerzen immer schlimmer und die Medikamente wirkten erst später. Mir wurde sogar noch ne Vollnarkose angeboten, aber das wollte ich nicht.
Dann musste ich noch kurz in dn Aufwachraum bis mich jemand aus dem Kreisssaal abgeholt hat. Dort durfte ich Lucas dann endlich in den Arm nehmen, aber da der Kreisssaal 4 Frauen in den Wehen da hatte und es nur drei Zimmer gibt mussten wir schnell auf die Station rüber. Später kam der Oberarzt zu mir und sagte, dass er mit drei Ärzten operieren musste, da ich so starke Verwachsungen vom ersten KS hatte, dass sie kaum wussten wo sie durch sollten. Sterilisation hätte geklappt und er hätte bei mir auch nicht gerne noch nen KS gemacht.
Trotz Schmerztropf hatte ich starke Schmerzen. Nachmittags hab ich mich dann alleine auf die Bettkante gesetzt, da die Schwestern schon sagten, dass ich heute nicht mehr aufstehen durfte (ok, ich bin ein Trotzkopf). Die Nacht war ziemlich schmerzhaft, da ich noch einen Tropf zur Rückbildung der Gebärmutter bekam und die Schmerzmittel nicht halfen. Morgens bin ich dann alleine aufgestanden und hab mit viel Druck die Schwester dazu überreden können mir den Katheter zu ziehen und mich alleine Duschen zu lassen. Dass ich auch nach einigen Tagen noch starke Schmerzen hatte, hat laut der Ärztin mit den Verwachsungen zu tun.
Am 04.09. hab ich mich dann entlassen lassen, da auf der Station so viel los war und ich mich nur unwohl gefühlt habe.
So, das war mein Bericht.