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19.07.2008, 12:19
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KS Manuel
Geburtsbericht Manuel
Geplanter KS
Die Schwangerschaft war um einiges komplizierter und beschwerlicher als bei der Großen. In der 33. Woche war das CTG bei meinem Gyn nicht in Ordnung und er hat mich eingewiesen. Das Herzchen unseres Kleinen war zum Glück völlig in Ordnung und es ging ihm echt gut, aber bei mir wurde eine Schwangerschaftsdiabetes festgestellt. Ich musste dann auch gleich anfangen Insulin zu spritzen. Das war eine ganz nervige Sache.
Dann hab ich leider eine Thrombose bekommen und das war dann das Aus für die normale Geburt. Die letzten 4 Wochen waren für mich echt eine Qual, ich hatte solche Rückenschmerzen, was bei meinem Umfang von mittlerweile 127cm kein Wunder war. Aber an schlafen war kaum zu denken. Ich wollte nur noch dieses Kind gesund auf die Welt bringen !
Also wurde ein Termin zum geplanten KS festgelegt. Aber Manuel hatte da ganz andere Pläne. Eine Woche vor dem Termin ist es dann passiert. Die Große hatte ich an dem Abend in den Kindergarten gebracht, weil sie dort zum Abschluss der Kindergartenzeit übernachten durfte. Ich hatte mich mit einer Freundin zum Essen verabredet und wir beiden sind dann schön in die Wirtschaft. Ich saß da und hatte Rückenschmerzen. Dann kam das Essen und ich stocher so in meinem Essen rum und fang mich langsam an zu fragen, warum wohl diese Rückenschmerzen kommen und gehen ? Sonst sind die immer geblieben. Komisch.
Meine Freundin hat dann irgendwann gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt und ich sag so schön, ich glaub ich bekomm grad mein Kind. Die Arme ist glatt aus allen Wolken gefallen.
Also haben wir gezahlt und sind gegangen.
Mein Mann und ich sind dann gleich in das Krankenhaus gefahren, ich wurde ans CTG gehängt und ich hatte Recht, alle 5 Minuten Wehen. Die Hebamme hat mir dann einen Wehenhemmer gegeben und mich stationär aufgenommen. Wir wollten erst abwarten und dann weiter entscheiden.
Mein Mann ist dann nach Hause und ich wurde in mein Zimmer gebracht. Da war schon eine Frau die scheinbar geschlafen hatte. Sie lag auf irgendwelchen Geräten und überall hat es geblinkt. Ich dachte noch, dass das eine ganz arme Frau war. Von wegen.
Auf jeden Fall bin ins Bett und hab versucht mich ganz ruhig zu verhalten. Auf einmal hat das angefangen in meinem Hals zu pulsieren. Ich dachte mir kommen die Augen vor den Kopf, so stark wurde plötzlich mein Herzschlag. Ich bin dann raus zur Schwester und sie hat dann sofort die Ärztin geholt und ich bekam Medikamente dagegen.
Jetzt kommt es: Auftritt Bettnachbarin !
Sie spritzt plötzlich auf und schreit in den Zimmer rum, was das soll, schließlich ist sie postoperativ und braucht dringend ihre Ruhe usw. Die hat getobt, kann ich euch sagen !
Die Ärztin ist ganz cool geblieben und hat sie mal gefragt, was sie überhaupt denkt, wo sie sich befindet, im Krankenhaus oder im Hotel. Ich hatte einen innerlichen Durchmarsch !
Irgendwie hab ich dann die Nacht überstanden und am nächsten Morgen musste ich wieder in den Kreissaal zum CTG. Ich hatte noch immer Wehen und der diensthabende Arzt und die Hebamme haben lange mit mir gesprochen und wir haben zusammen beschlossen, dass wir den Kaiserschnitt noch am gleichen Tag machen sollten. Ich hatte eine Angst. Ganz ganz schlimm ! Das hat der Arzt auch gemerkt und noch mal ganz lange mit mir geredet um mich zu beruhigen. Hat aber ehrlich gesagt in dem Moment nichts genutzt und keiner war da, der freiwillig für mich einspringen wollte !
Ich hab meinen Mann dann angerufen und er wollte sich gleich auf den Weg machen. Ich zurück in mein Zimmer und hab mich schon auf einiges gefasst gemacht. Auf einmal kommt meine Bettnachbarin ins Zimmer und hat sich 100000Mal für ihr schlechtes Benehmen in der Nacht entschuldigt.
Ich hab die Entschuldigung natürlich angenommen und wir haben uns kurz unterhalten. Irgendwann hab ich sie dann gefragt, was das für ein Gerät ist, dass sie in ihrem Bett hat. Da sagt die doch glatt, dass wäre eine Matte, die positive Energie verbreitet, da wäre sie ausgeglichener und ruhiger und nicht so aggressiv ! Ich saß mit offenem Mund im Bett und war der Matte sehr dankbar, dass sie nachts mein Leben gerettet hatte ! Die Frau wurde dann auch gleich entlassen und ich war allein im Zimmer. Zum Glück !
Mein Mann ist dann endlich gekommen und wir haben dann zusammen gewartet. Und gewartet und gewartet. Nachmittags sollte ich wieder zum CTG. Ich hab ganz vorsichtig gefragt, wann wohl der KS gemacht wurde, aber die Hebamme hat nur abgewunken und meinte, dass würde noch eine Zeit dauern ! Von wegen ! Die wollten nur nicht, dass ich mich so aufrege. Plötzlich ging alles ganz schnell ! Ich wurde umgezogen, rasiert und fand mich im OP wieder. Ich hatte gar keine Zeit zum nachdenken. Mein Mann wurde zum umziehen gebracht und ich lag auf dem OP Tisch und um mich rum nur Menschen in Grün ohne Gesichter, wegen dem Mundschutz.
Dann kam der Narkosearzt und ich sollte mich setzen. Es gab einen ganz kleinen Pieks in meinem Rücken und schwups, plötzlich hatte ich das Gefühl, meine Beine sind weg. Das ging so schnell, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte dass müsste erst mal wirken, aber nein von einer Sekunde auf die andere hatte ich keine Beine mehr. Mir wurde schlecht. Aber damit hatten die Ärzte gerechnet und haben mir gleich ein Medikament dagegen gegeben. Dann wurde der Katheder gesetzt. Da war ich auch sehr froh, dass das unter Narkose gemacht wurde.
Mein Mann kam dann und durfte sich neben meinen Kopf setzen. Dann ging alles ruckzuck. Ich hab wohl gehört, wie geschnitten wurde, aber da hatte ich gar keine Zeit zum drüber nachdenken, der Arzt sagte mir, dass er dem Kleinen durch Druck unter meiner Brust nur auf die Welt helfen will und er hatte das noch nicht ausgesprochen und schon war er da.
Der Narkosearzt rief:“ 16.09 Uhr und schauen sie nach links, da kommt ihr Sohn gleich vorbei.“ Die Hebamme ist dann schnell an uns vorbeigekommen und wir konnten den Kleinen nur kurz sehen, aber das hat gereicht. Wir haben geheult ! Endlich war er da !
Ich hab dann angefangen zu zittern. Wie verrückt. Meinem Mann wurde es ganz Angst, hat er mir später gesagt, so schlimm hatte ich gezittert. Das war wohl wegen der Narkose und weil eben alle Anspannung von mir gewichen war.
Ein Kinderarzt hat schon bereit gestanden und den Kleinen untersucht. Leider musste er alle paar Minuten Blut abgenommen bekommen, dass sein Blutzucker nicht kritisch wurde, da ich ja Diabetes hatte. Aber es war zum Glück alles in Ordnung !
Mein Mann durfte dann aber gleich zu ihm und ich wurde genäht. Als ich dann im OP fertig war, wurde ich in den Kreissaal geschoben und da stand mein Mann ganz stolz mit unserem Kleinen auf dem Arm. Ein Bild davon hab ich in der Galerie.
Für mich war es DAS Geburtserlebnis pur !
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Grüßle, eure Malu
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21.07.2008, 15:20
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Naschkatzen Goldi
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Boah nun sitze ich hier und muss heulen *schnief* ... Wennich sowas lese bin ich immer dermassen sentimental, wahnsinn!
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~*~ Liebe Grüsse Euer Lottchen! ~*~
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21.07.2008, 18:18
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Administrator
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So gings mir auch, als ich das wieder gelesen habe. Der Bericht hab ich ja schon länger geschrieben und jetzt wieder ausgekramt ! War ein ganz komisches Gefühl, das zu lesen !
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Grüßle, eure Malu
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21.07.2008, 20:06
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Wohnt hier
*Foren - Junkie*
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Registriert seit: 09.06.2005
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sehr aufregend, nur das mit der zimmernachbarin und deren matte und mit dem leben gerettet habe ich nicht ganz verstanden.
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Liebe Grüße
Osis
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21.07.2008, 20:37
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Administrator
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Registriert seit: 14.02.2005
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Sie war ja in der Nacht so was von böse und agriffslustig ! Als sie mir dann erzählt hat, dass die matte dafür da ist, dass ihre pos Energien gefördert werden und sie dann nicht so agressiv ist, wollt ich mir nicht ausmalen, was sie in der Nacht mit mir gemacht hätte, ohne Matte.
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Grüßle, eure Malu
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21.07.2008, 20:45
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Moderator
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Ort: in einem klitze kleinem Kaff :-)
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Das ist ja soooooooo rührend !!!!!!!!!!! OOOOO hhhh....
hab ja Pipi in den Äuglein !!!
aber die Bettnachbarin .....  die Matte wollt ich wohl mal haben 
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liebe Grüße Danni
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22.07.2008, 09:09
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Wohnt hier
*Foren - Junkie*
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Danke Malu für die Erklärung, jetzt habe auch ich es verstanden.
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Liebe Grüße
Osis
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