Danke euch dreien.
Ich denke mal irgendwann liest es mal jemand der in einer ähnlichen Situation steckt und merkt das er/sie nicht alleine sind.
Habe auch nach gleichgesinnten gesucht und war froh welche gefunden zu haben.Bin ja noch im Forum von der Deutschen Kinderherzstiftung unterwegs und da sind gerade werdende Eltern eingetroffen bei denen auch in der 20. Ssw ein schwerer Herzfehler festgestellt wurde.Ich kann ihnen jetzt schon meine Erfahrungen mitteilen und ihre Ängste und Sorgen teilen da es ihnen genauso geht wie uns damals.
Wir haben die Tage im Kh sehr genossen da ja noch in den Sternen stand wann die OP ist und ob wir erstmal nach Hause dürfen. Sie wurde noch ständig überwacht also ein EKG und die Sauerstoffsättigung.Dann sagten die Schwestern ich sollte mal versuchen ob sie von der Brust trinkt, gesagt getan und zu unserer Überraschung klappte es gleich relativ gut zwar schlief sie immer wieder ein da ihr einfach die Kraft fehlte aber nicht schlimm wir hatten ja Zeit.Ich war sehr froh da ich sie eigentlich unbedingt stillen wollte.
So vergingen die ersten Tage und dann wurde wieder ein Echo gemacht da der Doc die Idee hatte wenn sie stabil genug ist uns erstmal nach Hause zu lassen da die Chirurgen auch noch überlegen müssen wie sie operieren und das sollte nicht zwischen Tür und Angel besprochen werden.Am Montag war dann Ärztemeeting (waren 6 Ärzte) und sie entschieden das wir am Dienstag nach Hause fahren dürfen.Erst war uns ein wenig mulmig bei dem Gefühl was ist wenn es Lara auf einmal schlecht geht, was gibt es für Anzeichen... wir wohnen ja doch 250 km vom Herzzentrum weg.Die Ärzte beruhigten uns und erklärten alles ganz genau und in Ruhe so das unsere Angst relativ verschwand sicher auch weil sie sagten sie gehen da kein Risiko ein. Wegen dem OP Termin würde man uns dann anrufen.
Am Dienstag wurde Lara nochmal genau untersucht und noch ein Blutbild gemacht danach wurde sie auf die Herztropfen eingestellt und wir durften nach Hause.
Zu Hause angekommen waren wir doch froh wieder in der gewohnten Umgebung zu sein.Allerdings kam nach ein paar Tagen das Bewußtsein das diese traute Stimmung nicht so bleiben würde und bei dem Gedanken an das was nun folgt hatten wir beide das Wasser in den Augen.
Trotzdem tat uns die Zeit zu Hause sehr gut.
Nach 14 Tagen kam dann der Anruf OP- Termin 3.2.2008 unsere Maus wäre dann 6 Wochen und es wird dann schon Zeit für den Eingriff.
Der Arzt erklärte uns auch wie sie operieren werden- es wird eine Klappe vom Schwein eingesetzt und die kleinen Gefäße die alle im Körper verstreut die Lunge versorgen werden zu einem Stamm zusammen auf das Herz aufgenäht.Das Loch zwischen den Kammern wird nicht ganz verslossen um noch ein " Überdruckventil " zu haben.Es wird ein maximaler Eingriff sein der mit 8-10 Stunden angesetzt wird.Dazu gehört aber auch das die Körpertemperatur auf 18 Grad herrunter gekühlt wird um den Stoffwechsel zu verlangsamen und dann natürlich wieder auf 36 Grad hoch was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
Ich kann mir das alles garnicht recht vorstellen wenn ich die kleine Maus so vor mir sehe. Wir haben uns schon pflanzliche Beruhigungsmittel besorgt da das mit Sicherheit die längsten Stunden in unserem Leben werden, wie wir uns ablenken sollen wissen wir auch noch nicht aber ich denke wir versuchen das Kh zu verlassen.
Nun wußten wir Bescheid und konzentrierten uns total auf die Gewichtszunahme von Lara da sie ja noch einiges vor sich hat.Ich stille sie und danach füttern wir noch mit der Flasche nach das heißt wir flößen es ein da sie an der Flasche gar nicht saugt.Ich habe auch versucht die Abstände zu verringen auf 2-3 Stunden da sie ja zu jeder Mahlzeit gerade 50ml nimmt. Alles wurde noch schlimmer.Also darf sie 4 Stunden schlafen und bekommt dann Milch natürlich jedesmal mit wiegen usw.So hat sie in 5 Wochen 120 gr. zugenommen unsere Kinderärztin sagte bei der U3 wir sollen uns keine Sorgen machen das ist bei Herzkindern normal.
Nun sind unsere Bedenken groß das wir nach der OP wieder von vorne anfangen müssen da sie ja auf ITS eine Magensonde gelegt bekommen.
Ich hoffe mal das klappt und meine Milch bleibt auch da.
Wir mußten uns auch noch beim Kinderkardiologen vorstellen der wieder ein Echo gemacht hat - Alles IO.Der Doc sagte ich wünsche alles Gute und wir sehen uns Ende Feb.- ob wir das schaffen?- er darauf - man muß sich auch in schwierigen Zeiten Ziele setzen.
Jedesmal wenn ich an die OP denken muß rollen auch ein paar Tränen über mein Gesicht.Ich hoffe und wünsche es geht alles Gut.
Gruß sus