Einzelnen Beitrag anzeigen
  #11 (permalink)  
Alt 12.09.2007, 11:43
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Mein Mann und ich haben noch 2 Wochen Zeit zu überlegen.

Im Moment ist viel Arbeit da und letzte Schwangerschaft war ich fast 9 Monate ein Pflegefall. Eigentlich kann er auf meine Arbeit im Büro nicht verzichten. Wir hätten schon gerne mehr Kinder und ist ja auch nicht gesagt, dass die nächste Schwangerschaft wieder so blöd läuft.

Nach über einem Jahr suche, nach einem Mitarbeiter, der mal Geschäftsführer werden könnte, haben wir die Suche eingestellt.

Beim Vorstellungsgespräch kommen nur so Leute wie zum Beispiel:

Ein Mann erzhält uns, dass er ein 3 Jähriges Kind hat und mit dem mehr Zeit verbringen will und sein Eigenheim muss auch gebaut werden. Beim letzten Arbeitgeber hat er es so gedreht, dass er gekündigt wird, damit er Arbeitslosengeld bekommt. Wegen seinem Kind ist er auf einer Krankenkasse angewiesen und die Vorstellungsgespräche nerven auf Dauer, vielleicht dreht er das mal irgendwie anders.

Eine Langzeitarbeitslose kommt und sagt, sie hat nur wenig Zeit, ihr Mann sitzt im Auto und sie würden bei dem Wetter gerne einen Ausflug machen.

Eine Arbeitslose kommt und beschwert sich, dass die Gelder immer weniger werden, sie hat ein Eigenheim, 2 Pferde und ein Hund die versorgt werden müssen. Und dann will sie bei uns am Montag frühstens um 10 Uhr anfangen, sie muss sich morgens noch um ihre Pferde kümmern.

Nach Personal zu suchen ist Zeitverschwendung, da regt man sich nur auf. Ich hätte auch gerne etwas mehr Zeit für unsere Tochter, aber ich muss arbeiten um mit den Steuerngeldern so Leute wie ich dort oben geschrieben habe zu finanzieren.

Wir testen gerade für einfache Arbeiten eine Werkstatt mit psychisch erkrankten Menschen. Dort schaffen 3 Personen das, was sonst einer schaffen würde. Aber die freuen sich über die Arbeit und geben sich Mühe. Mal schauen, was wir dorthin abgeben können.

Ich hatte mich letztes Jahr weiter gebildet und wir haben jetzt speziell dafür Aufträge angenommen, jetzt muss ich das noch an meinem Mann weiter geben, damit er im Notfall für mich einspringen kann und mein Mann muss im Notfall einer komplizierten Schwangerschaft wieder für "zwei" (eher für 3 oder 4) arbeiten.

Auf dauer müssen wir mal schauen wie wir das regeln. Inzwischen ist es bei uns eine Ausnahme geworden, dass wir länger als 20 Uhr arbeiten. Früher war es oft so, dass wir bis 3 Uhr gearbeitet haben, um 6 Uhr aufgestanden und dann unter der Dusche einfach nur kaltes Wasser zum wachwerden aufgedreht haben.

Mein Mann und ich freuen uns, dass wir Arbeit haben und irgendwie werden wir es auch mit der nächsten Schwangerschaft geregelt kriegen. Nur vielleicht diesen Monat noch nicht.
Mit Zitat antworten